Frankfurter Neue Presse über das China Restaurant Yung

Frankfurter Neue Presse Auszeichnung Beste Restaurant für Peking Ente

In der Gastro Kolumne von der Frankfurter Neue Presse am 13.03.2020 schrieb Andrea Möller ein ausführliches Portrait über das China Restaurant Yung in Frankfurt.

Fazit:

tatsächlich die beste Peking Ente der Stadt

Frankfurter Neue Presse berichtet über das China Restaurant Yung

Frankfurter Neue Presse 13. März 2020

Gastro-Kolumne

Bei den Yungs wird die chinesische Küche zelebriert

Andrea Möller Lokal-Termin

lm China Restaurant Yung geht es quasi immer lebhaft zu . Das Lokal im Oeder Weg ist selbst an schwachen Tagen gut besucht. Und ein Großteil der Gäste unterhält sich angeregt. Das ändert sich allenfalls, wenn Chikei Yung sein Messer schwingt. Der Bruder von Inhaberin Waiwah Yung tranchiert mit raschen Bewes11ngen, für die es viel Übung braucht, die Spezialität des Hauses: Pekingente. Dabei soll es sich – nach eigenen Angaben – um die beste von Frankfurt handeln. Außerdem sollen die besten Dim Sum der Stadt als ,kleine Leckereien das Herz berühren”, so die Übersetzung.

Die Yungs scheinen ganz schön selbstbewusst zu sein. Und im Gegensatz zu manch anderem Gastronomen haben sie auch guten Grund dazu: Schließlich konnten sie sich schon mit dem ersten Chinalokal, dem Jade im Oeder Weg, einen Namen machen. Damals stand der Vater am Herd, dem Chikei und seine Schwester, kaum dass sie aus der Schule kamen, hilfreich unter die Arme griffen. ,,Wir haben von ihm gelernt, Dim Sum zu machen.” In den neunziger Jahren zog es die Familie in die Hügelstraße, wo sie das erste China Restaurant Yung eröffneten.

Wegen drastischer Mieterhöhungen wechselten sie damit im Sommer 2018 nach Alt-Sachsenhausen was sich jedoch als schwieriger Standort erwies . Seit Herbst 2019 ist das Lokal im Oeder Weg beheimatet, “und damit schließt sich der Kreis”, so der Gastronom.

Während er den Service verantwortet, hat Schwester Waiwah in der Küche das Kommando. An ihrer Seite ist Ehemann Xinjie Li, der als Koch über viel Know-how verfügt. ,,In seinem Beruf hat er die höchste chinesische Qualifiation, erzählt Chikei Yung. ,,Er darf Köche ausbilden und Prüfungen abnehmen. Dafür ist eine zehnjährige Berufserfahrung nötig.”

Weil Li und die Geschwister aus Kanton beziehungsweise Hongkong stammen, ist die südchinesische Küche ihre Domäne. Dem Gastronomen zufolge genießt sie in seiner Heinat hohes Ansehen. Sie ist nicht nur für ihre milden Gerichte bekannt, was den westlichen Gaumen sehr entgegenkommt, sondern auch für ihre Dim Sum.

Von den überwiegend gedämpften Appetithappen, meistens sind es Teigtaschen oder gefüllte Brötchen, lassen sich im China Restaurant Yung mehr als 30 Sorten bestellen. Dazu gibt eine Auswahl an kantonesischen Spezialitäten, ,,die wir in Zukunft aber noch erweitern möchten”, kündigt der Gastronom an . .,Statt Chop Suey, das man in meiner Heimat gar nicht kennt, wollen wir authentische Gerichte aus Südchina präsentieren.” Außerdem wird Samstag- und Sonntagmittag ab sofort ein kantonesischer Brauch namens Yum Cha zelebriert. Das bedeutet so viel wie „Tee trinken”, umfasst aber auch Dim Sum, die Chikei Yung eigens dafür kreiert.

An der Qualität der Teigtaschen gibt es nicht das Geringste auszusetzen. Das beweist sowohl die Variante mit Schweinefleisch, Garnelen und Shiitake-Pilzen (5 Euro) als auch die mit Spinat, Tofu und Goji-Beeren (5,50 Euro). Die im Bambuskörbchen dampfend heiß servierten Dim Sum haben genau die richtige Konsistenz und sind geschmacklich eine runde Sache . Ein geübtes Küchenteam lässt auch die ,,Fastenspeise der Buddhisten” erkennen ·(13 Euro). Die Kombination aus Zuckererbsen, Shiitake-Pilzen, Morcheln, Brokkoli, Möhren und Lotuswurzeln gefällt ebenso durch ihren Biss wie durch ihr mildes Aroma. Ein Kracher, und zwar buchstäblich, ist allerdings die Pekingente. Denn bei diesem Gericht kommt es besonders auf die Haut an, die im Lokal der Yungs wunderbar knusprig ist. Zusammen mit fein geschnittenen Gurken, Lauchzwiebeln und Hoisin-Soße wird sie in kleine pfannkuchen gewickelt und wie ein Wrap verspeist.

Dass eine halbe Portion relativ happige 36 Euro kostet, erklärt sich durch die aufwendige Zubereitung: ,,Bis die Ente fertig ist, sind mehrere Arbeitsschritte nötig, die sich über einen ganzen Tag erstrecken”, erläutert Chikei Yung. ,,Sie mit einer Mischung aus Malzzucker, Zimt, Anis, Sojasoße, Salz und Essig zu glasieren nimmt dabei die wenigste Zeit in Anspruch.” Das knusprig-aromatische Ergebnis hat mit dem, was in anderen Frankfurter China-Lokalen auf den Tisch kommt, nichts gemein. Es ist also tatsächlich die beste ·Pekingente der Stadt.

China Restaurant Yung

Nordend, Oeder Weg 32,

Tel. (069) 59797697,

www.chinayung.de,

Di-Fr 12-15 + 17.30-22,

Sa/So 13-22 Uhr, Mo Ruhetag,

Sitzplätze: 40 innen/8 außen,

Küche: südchinesisch.